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Experiences of a work camp, Brasil 2005

Sarah - click to enlarge

Sarah Vogt from the Ruhrgebiet in Germany was part of the work camp that went from Europe to Brazil in July 2005 to the project Gauinumbi in Sao Paulo in order to build a house to house a centre for handicapped children. Here are some of her experiences - at present only available in German. 

 

 

 

 

 

Erfahrungsbericht


Eine Idee, die Neugier auf die Fremde, der Wunsch helfen zu können und das Interesse an einer anderen Kultur standen am Anfang einer unvergesslichen Reise. Aber wo soll man anfangen, um all dem Erlebten gerecht zu werden?
Es scheint kaum möglich in einem kurzen Bericht zusammenzufassen, welche Erfahrungen den vierwöchigen Aufenthalt in einer brasilianischen Favela mitten in Sao Paulo begleiteten, aber ich werde es trotzdem versuchen.

Unser Projekt beabsichtigte ein Haus zu bauen und damit neuen Raum für die Arbeit mit körperlich und geistig behinderten Menschen zu schaffen, denen jede Anerkennung seitens der Gesellschaft vorenthalten wird. In Zusammenarbeit mit den Bewohnern der Favela konnten wir das Ziel erreichen. Nach einer wie im Flug vergangenen Zeit standen wir plötzlich vor einem Haus, an einer Stelle, wo vorher nichts als grüner Abhang war.
Knapp drei Wochen haben wir etwa acht Stunden täglich damit verbracht Zement zu mischen und ein Fundament zu schaffen. Wir haben Reihe um Reihe gemauert und uns mit Hilfe abenteuerlicher Gerüstkonstruktionen immer höher hinauf gearbeitet. Schließlich kam das Dachdecken und Verputzen, es mussten Leitungen für den Strom verlegt werden und man benötigte einen Abwassergraben inklusive zweier 6 Meter tiefer Löcher für den Unrat.

Nebenbei blieb sogar die Zeit eine kleine Zufahrtsstraße zum Haus anzulegen. Wir haben es geschafft; auch ohne einen richtigen Plan und den Luxus technischer Errungenschaften, welche die Arbeit erleichtern könnten, welche mehr Präzision und weniger Umstände erzeugen würden, aber wir brauchten sie nicht!
Auch wenn unser Haus in keiner nach staatlichen Richtlinien ausgelegten Prüfung bestehen würde, war es ein unvergesslich schönes Gefühl nach getaner Arbeit das Werk zu bewundern, über die eigene Tatkraft zu staunen und stolz und erfüllt zu sein mit dem Gedanken gemeinsam etwas Sinnvolles geschafft zu haben.

Wir haben einen Beitrag gegen die ganze Armut geleistet und dabei einigen Menschen eine riesige Freude gemacht; und wir haben viel voneinander und miteinander gelernt. Als man dann beim Abschiedsfest saß, zwischen armen, aber fröhlichen, tanzenden Menschen, über einem der klare Sternenhimmel und auf dem Schoß ein kleines Mädchen, die kleine unterkühlte Hand in der Eigenen, dann ist man dankbar genau dort sein zu dürfen und dankbar, dass es Menschen gibt, die eine solche Reise ermöglicht haben.
So vieles war ungewohnt, dein klares Bild zu Verhaltensnormen und anderen Idealvorstellungen wird erschüttert, doch neben anfänglicher Irritation steht vor allem eins: Neue Gedanken und Perspektiven und nicht nur eine andere Sichtweise auf das Geschehen um dich, sondern auch eine neue Selbstwahrnehmung. Was letztlich bleibt, sind tausend neue Eindrücke, ein neues Verständnis für eine uns nun besser bekannte Kultur, neue Fragen aber auch viele Antworten und die Hoffnung, dass noch vielen jungen Menschen ein solches Erlebnis ermöglicht werden kann.
                                                               

                                                                  Sarah Vogt, 18 Jahre

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July 15-22 2006
 

 

  Sponsors:

Petrobras

Bayer

Sankyo

Weleda Brazil

  Partners:
Global Youth Action Network

IDEM YouthSection